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Anleitungen3. November 20262 min read

Wer einen Telegram-Broadcast tatsächlich erhält

Tools suggerieren, dass ein Broadcast alle in deiner Gruppe erreicht. Die Bot API funktioniert anders. Wer die tatsächliche Regel kennt, plant Aussendungen anders.

Wer einen Telegram-Broadcast tatsächlich erhält

Ein Telegram-Broadcast deines Bots erreicht die Personen, die einen Chat mit diesem Bot gestartet haben. Er erreicht nicht jedes Mitglied deiner Gruppe oder deines Kanals, denn Telegram erlaubt einem Bot nicht, jemanden anzuschreiben, der ihn nie geöffnet hat. Deine erreichbare Zielgruppe besteht also aus den Personen, die auf Start gedrückt haben. Diese Zielgruppe zu vergrößern ist eine eigene Aufgabe, unabhängig vom Wachstum der Gruppe.

Die Regel, einfach erklärt

Ein Bot kann einer Person Nachrichten senden, wenn sie einen Chat mit ihm gestartet hat. So funktioniert das Berechtigungsmodell, und kein Tool kann es umgehen. Wenn deine Gruppe dreitausend Mitglieder hat und vierhundert davon deinen Bot geöffnet haben, erreicht ein Broadcast vierhundert Personen.

Das ist wichtig, weil viele Werbetexte rund um Telegram etwas anderes suggerieren. Wenn ein Produkt verspricht, jedem Mitglied einer Gruppe Nachrichten zu senden, frag nach dem API-Aufruf, der das ermöglicht. Denn einen solchen gibt es nicht.

Was das für deine Planung bedeutet

Jetzt zählen zwei Zahlen statt einer: die Größe der Gruppe und die Anzahl der Mitglieder, die den Bot gestartet haben. Nur die zweite Zahl ist für einen Broadcast relevant. Wenn sich die Gruppengröße verdoppelt hat, die Zahl der Bot-Nutzer aber gleich geblieben ist, hat sich deine Reichweite überhaupt nicht erhöht.

Plane deine Aussendungen anhand der kleineren Zahl, dann bleiben deine Erwartungen realistisch. Wer den Erfolg an der Gruppengröße misst, erklärt eine Aussendung schnell zum Misserfolg, obwohl die erwartete Reichweite nie möglich war.

So wächst die Liste der Personen, die du tatsächlich erreichen kannst

Gib den Leuten einen Grund, auf Start zu drücken. Ein Bot, der eine konkrete Aufgabe erfüllt, etwa eine häufig gestellte Frage beantwortet, einen Katalog bereitstellt oder eine Datei ausliefert, wird gestartet, weil er schon beim ersten Mal nützlich ist. Eine angeheftete Nachricht, die erklärt, was der Bot kann, funktioniert meist besser als die bloße Aufforderung, einen Bot zu abonnieren.

Ein Shop hat hier einen zusätzlichen Effekt: Wer über deine Mini App bestellt, hat damit auch den Bot gestartet. Ein funktionierender Shop baut also mit jeder Bestellung eine Zielgruppe auf, die du per Nachricht erreichen kannst.

Nachrichten senden, ohne zu spammen

Lege einen festen Rhythmus fest und halte ihn ein. Eine wöchentliche Nachricht, mit der die Leute rechnen, wird häufiger gelesen als eine tägliche, die unerwartet kommt. Außerdem blockieren dadurch deutlich weniger Nutzer den Bot. Beschränke jede Nachricht auf ein Thema und eine Handlungsaufforderung und biete eine leicht erkennbare Möglichkeit, den Empfang weiterer Nachrichten zu beenden.

Was du nach einer Aussendung prüfen solltest

Vergleiche die Anzahl der zugestellten Nachrichten mit der Anzahl der Zustellversuche und prüfe, wie viele Personen den Bot danach blockiert haben. Steigende Blockierungszahlen sind das deutlichste Signal dafür, dass die Häufigkeit nicht stimmt. Das zeigt sich lange, bevor sich jemand beschwert.

Häufig gestellte Fragen

Kann ein Bot jedem Mitglied meiner Gruppe eine Nachricht senden?

Nein. Telegram erlaubt einem Bot nur, Personen Nachrichten zu senden, die einen Chat mit ihm gestartet haben. Die bloße Mitgliedschaft in einer Gruppe reicht also nicht aus.

Wie finde ich heraus, wie viele Personen mein Bot erreichen kann?

Zähle die Nutzer, die deinen Bot gestartet haben. Diese Liste bestimmt, wen ein Broadcast erreichen kann, unabhängig von der Größe deiner Gruppe.

Wird jemand durch eine Bestellung in der Mini App zu dieser Liste hinzugefügt?

Ja. Wer über deine Mini App bestellt, hat den Bot gestartet und kann deshalb später Broadcasts erhalten.

Wie oft sollte ich Nachrichten senden?

Wähle einen verlässlichen Rhythmus, zum Beispiel wöchentlich, und beobachte nach jeder Aussendung, wie viele Personen den Bot blockieren. Eine steigende Blockierungsrate bedeutet, dass du zu häufig sendest.

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