Wozu eine Willkommensnachricht dient
Ein neues Mitglied weiß beim Beitritt genau eines: warum es auf den Einladungslink getippt hat. Es kennt weder die Regeln noch den richtigen Ort für Fragen und weiß auch nicht, worüber die Gruppe an einem ganz normalen Dienstag spricht. Eine Willkommensnachricht liefert diese Antworten genau dann, wenn sie gebraucht werden.
Außerdem spart sie dir Zeit. Ohne sie beantwortet ein Admin jeden Tag dieselben drei Fragen. Oder niemand antwortet, und das neue Mitglied verlässt die Gruppe, ohne ein Wort zu sagen.
Erwarte aber nicht zu viel. Eine einzelne Nachricht baut noch keine Community auf. Sie ist ein Wegweiser am Eingang.
Schreibe die Nachricht, bevor du die Einstellungen öffnest
Die meisten wenig hilfreichen Begrüßungen wurden direkt in ein Einstellungsfeld getippt. Schreibe deinen Entwurf woanders, lies ihn auf dem Handy und kürze ihn dann.
Vier Bestandteile, in dieser Reihenfolge:
- Eine Begrüßung, die die Person mit ihrem Namen anspricht.
- Ein Satz darüber, wofür die Gruppe da ist.
- Die zwei oder drei Regeln, gegen die tatsächlich häufig verstoßen wird. Nicht die ganze Liste.
- Ein nächster Schritt: sich vorstellen, den angehefteten Beitrag lesen oder einen Link öffnen.
Hier ist eine Version, die auf einen Handybildschirm passt:
"Hallo {first_name}, willkommen bei Balcony Growers. Wir tauschen Tipps zum Anbau von Lebensmitteln auf wenig Platz aus. Zwei Regeln: keine Werbung und Fotos nur mit Beschreibung. Erzähl uns zuerst, was du anbaust."
Das sind 32 Wörter. Wenn deine Nachricht länger als 60 Wörter ist, schreibst du gerade eine Regelseite. Und die gehört in einen angehefteten Beitrag.
Aktiviere die Begrüßung in BotLaunch
BotLaunch ist ein Verwaltungstool für Telegram-Kanäle und -Gruppen, das ohne Programmierung auskommt. Willkommensnachrichten gehören zu seinen Modulen. Jedes Modul wird über ein Web-Dashboard aktiviert und eingerichtet. Du musst keinen Bot erstellen und keinen Code schreiben.
Gehe in dieser Reihenfolge vor:
- Füge den Bot deiner Gruppe als Admin hinzu.
- Öffne die Gruppe im Web-Dashboard und suche das Willkommensmodul.
- Aktiviere es, füge deinen Text ein und speichere.
- Tritt der Gruppe mit einem zweiten Konto bei und lies die Nachricht, die ankommt.
In den Moduleinstellungen schreibst du den Text und kannst den Namen des neuen Mitglieds mit einem Platzhalter wie {first_name} einfügen. Statt reinem Text kannst du ein Bild mit Bildunterschrift senden und unter der Nachricht Link-Buttons zu deinen Regeln oder deinem Kanal hinzufügen. Über eine Verzögerungseinstellung in Sekunden kannst du festlegen, dass die Begrüßung erst einen Moment nach dem Beitritt ankommt.
Zwei Einstellungen helfen dabei, den Chat übersichtlich zu halten. Die eine löscht die Telegram-Meldung, dass jemand der Gruppe beigetreten ist. Die andere entfernt die vorherige Willkommensnachricht, sobald eine neue gesendet wird. So bleibt nur die neueste im Chat. Der Bot kann Nachrichten nur löschen, wenn er Admin ist. Das ist ein weiterer Grund, ihm diese Rolle von Anfang an zu geben.
Die Tarife und ihre jeweiligen Leistungen findest du auf der Preisseite. Im kostenlosen Tarif gibt es keine Begrenzung für Mitglieder oder Nachrichten.
Eine Begrüßung ist keine Zugangskontrolle
Auch Spam-Konten treten Gruppen bei. Eine freundliche Begrüßung hält sie nicht auf. Schlimmer noch: Sie zeigt ihnen, dass die Gruppe offen ist.
Betrachte das als zwei getrennte Aufgaben. Die Verifizierung entscheidet, wer bleiben darf. Die Begrüßung erklärt den Mitgliedern, die bleiben, was sie als Nächstes tun können. Für die erste Aufgabe bietet BotLaunch eine CAPTCHA-Verifizierung und Anti-Spam-Module. Beides ist im kostenlosen Tarif enthalten.
Richte zuerst CAPTCHA ein, dann die Begrüßung. Teste anschließend beides zusammen mit einem zweiten Konto. So siehst du genau, was ein neues Mitglied sieht und in welcher Reihenfolge. Wenn die beiden Nachrichten direkt hintereinander nicht gut wirken, kürze die Begrüßung.
Was schiefgehen kann
Es sind immer wieder dieselben Fehler, die eine Begrüßung zur störenden Nachricht machen.
- Sie ist zu lang. Niemand liest eine Textwand von einem Bot. Kürze sie, bis sie auf einen Bildschirm passt.
- Sie überflutet den Chat. Wenn jede Stunde mehrere Personen beitreten, häufen sich die Begrüßungen und verdrängen die eigentlichen Gespräche vom Bildschirm. Aktiviere die Einstellung, die die vorherige Begrüßung entfernt, und lösche die Beitrittsmeldungen.
- Sie ist nicht mehr aktuell. Die Regeln haben sich im Frühjahr geändert, der Link im Button funktioniert nicht mehr, die erwähnte Veranstaltung war letzten Monat. Trage dir eine monatliche Erinnerung in den Kalender ein, um die Nachricht erneut zu lesen.
- Sie verlangt zu viel. Regeln lesen, sich vorstellen, dem Kanal folgen, das Formular ausfüllen. Entscheide dich für eine Sache.
- Der Ton passt nicht zu neuen Mitgliedern. Ein Witz, der bei den Gründungsmitgliedern gut ankam, kann auf Fremde abweisend wirken. Ein klarer, freundlicher Ton bewährt sich länger.
Prüfe die Nachricht nach einer Woche
Nach einer Woche mit neuen Beitritten kannst du die Nachricht beurteilen. Scrolle im Gruppenchat zurück und schau dir an, was neue Mitglieder nach der Begrüßung getan haben.
Haben sie den gewünschten nächsten Schritt gemacht? Falls nicht, ist er unklar oder zu aufwendig. Stellen sie immer noch die Frage, die die Begrüßung beantworten sollte? Dann geht die Antwort im Text unter und gehört weiter nach oben, in den zweiten Satz.
Ändere jeweils nur eine Zeile und gib jeder Änderung ein paar Tage Zeit. Wenn du deine Beobachtungen mit Zahlen ergänzen möchtest, bieten die Analyse-Module Kennzahlen zum Mitgliederwachstum und zur Interaktion. Sie werden genauso aktiviert wie die Begrüßung.